Erster DEUTSCHER BUCHTRAILER AWARD – PREIS FÜR Patient #211

Vorgestern fand die Preisverleihung des ersten Buchtrailer Awards vor fast 300 Gästen auf der Konferenz future!publish in Berlin statt. Ich freue mich sehr, dass der Buchtrailer meines aktuellen Krimis „Patient #211“ den fünften Platz gemacht hat! Danke hierfür an Alex Ziegler für seine tolle Arbeit. Herzlichen Glückwunsch auch an die Gewinnerinnen „Sonne und Beton“ von Nina Lorenzen und Melani Hauk.

Platz 2: „Der gefährlichste Ort der Welt“ von Lindsay Lee Johnson, dtv
Platz 3: „Qualityland“ von Marc-Uwe Kling, Ullstein Verlag
Platz 4: „Die Grausamen“ von  John Katzenbach, Droemer Knaur
Platz 5: „Patient  #211“ von Silke Nowak

Über 160 Einreichungen wurden von einer hochkarätigen Jury gesichtet. Der Jury gehören neben der Schauspielerin Natalia Wörner die Booktuberin Ilke Sayan („BuchGeschichten“), Daniel Sibbers (Marketingchef der Yorck-Kinogruppe), Stefan Geisler vom Filmkritik-Blog „CinemaForever“ und Jakob Schmidt (Absolvent der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf im Fach Film- und Fernsehregie) an.
Ausgelobt wurde der 1. Deutsche Buchtrailer Award von der future!publish, Literaturtest, dem Verlag duotincta und dem Landesverband Berlin-Brandenburg des Börsenvereins.
Wer den Trailer noch nicht gesehen hat:

FROHE WEIHNACHTEN

Es ist mal wieder so weit: Weihnachten steht vor der Tür. Für viele beginnt nun die schönste Zeit des Jahres. Alles ist festlich geschmückt, die Straßen sind erleuchtet, Plätzchen werden gebacken, Geschenke besorgt und auf Weihnachtsfeiern steht man noch etwas zusammen, um einen Glühwein zu trinken oder zwei.
Tipps, wie Sie nun Stress in der Vorweihnachtszeit vermeiden, gibt es genügend. Ich will Ihnen den kuriosesten nicht vorenthalten: Schweizer Psychologen fanden heraus, dass Sie erheblich gelassener in die Feiertage gehen, wenn Sie den inneren Dialog zwischen Ihrem Engel und Beelzebub Knecht Ruprecht pflegen.
Wie genau das gehen soll, stand da nicht. Ich kann es ja mal probieren.
In den Supermärkten liegen seit September schon wieder die Lebkuchen aus? Und überhaupt nimmt der Konsum von Jahr zu Jahr zu, so dass man meinen könnte, Weihnachten wäre eine Erfindung des Einzelhandels?
„Ja, das ist bedauerlich“, sagt mein Engel. „Aber du kannst dem begegnen, indem du dir Zeit nimmst für deine Familie und Freunde. Ihr könntet zusammen musizieren und den Kindern etwas vorlesen, so dass man sich wieder auf den eigentlichen Sinn der Adventszeit besinnt.“
„Gute Idee“, erwidert mein Beelzebub. „Aber was war das nochmal, der eigentliche Sinn?“
Zu Weihnachten gehört außerdem und unbedingt gutes, kalorienreiches Essen. Doch viele stresst der Gedanke an das Hüftgold, das sich nach den Feiertagen vermehrt haben wird.
„Bewegung hilft“, meint mein Engel. Und nach kurzem Überlegen fügt er hinzu: „Aber weil du bei Dominosteinen nicht aufhören kannst, probierst du dieses Jahr mal die neueste Methode: Amerikamische Wissenschaftler haben herausgefunden, wer vorher seine Lieblingsplätzchen schon in Gedanken verzehrt, isst später deutlich weniger davon. Das funktionierte aber nur, wenn man sich den Verzehrvorgang wirklich detailliert vorstellt!“
Darauf mein Beelzebub: „Vielleicht solltest du dir das ganze Weihnachtsfest einfach nur vorstellen?“
Noch sehe ich also nicht, wie mich dieser innere Dialog zur Gelassenheit führen könnte, zumal Beelzebub immer das letzte Wort haben muss. Aber machen wir uns nichts vor, der Stress gehört zu Weihnachten einfach dazu. Und trotzdem gibt es diese Momente, die genau so sind: harmonisch, voller Glanz und besinnlich.
„Aha“, meldet sich mein Beelzebub jetzt ungefragt zu Wort, „und warum hast du dann eine Weihnachtsgeschichte geschrieben, bei deren Lektüre einem die Gans im Hals stecken bleibt?“
Zur Weihnachtszeit sind Geschichten über Mord und Totschlag tatsächlich sehr gefragt. Schneekind gehört zu meinen erfolgreichsten Büchern. Daraus schließe ich, dass blutrünstige Geschichten eine wichtige Rolle für ein harmonisches Fest spielen, indem sie eine Art Blitzableiterfunktion erfüllen. Wie auch immer: Es kann auf jeden Fall nicht schaden, falls die Verwandten gelegentlich nerven sollten, sich einfach zurückzuziehen und zu lesen. Und warum versuchen Sie es nicht einmal mit einem Weihnachtskrimi?

(Die Kolumne erschien zuerst in der Dezember/Januar-Ausgabe 2017 von EXTRABLATT der Region Oberschwaben)